Der essbare Garten

Zeichnung Essbarer Garten

Der »Essbare Garten« gehört zum Künstlerhof »Lietzow 12« und wurde von der Künstlerin Brigitte Arndt 2018 ins Leben gerufen.

Auf dem ursprünglich verwahrlosten öffentlichen Platz, entstand ein kreativer Garten mit der Idee, auch Essbares anzupflanzen.

Mit dem Aufruf am Gartenbriefkasten »Wir sammeln Samen aus aller Welt«, begann die Spendenbereitschaft vieler Anwohner:innen. So wurden im letzten Jahr Sommer Kohlrabi, Kartoffeln, Tomaten, Kürbisse, Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Wein, Rosmarin, iranisches, französisches, und deutsches Basilikum angebaut. Die spätere Ernte wurde an Passanten verschenkt.

Aus Freude am Gespräch zwischen den Kulturen der Welt, trafen sich viele Menschen auch im Garten, um z.B. das Basilikum aus dem Iran zu probieren. Eine schöne Geschichte war, dass Jugendliche aus Algerien die Kohlrabi-Pflanze aus ihrer Heimat nicht kannten und dachten, es wäre eine Blume. Sie freuten sich über das Geschenk, nahmen sie mit, um sie zu Hause zu pflanzen.

Die Anwohner bringen ihre Begeisterung für den »Essbaren Garten« fast täglich zum Ausdruck. Im letzten Jahr haben sich viele Menschen aus verschiedenen Kulturen im Garten getroffen. Es wurden kuriosen Erinnerungen und Anekdoten diesen Ort betreffend erzählt und von den eigenen »internationalen« Gartenerfahrungen berichtet. Es ist geplant, diese Geschichten zu dokumentieren.

Samen aus aller Welt

Links vom Eingangstor des Gartens hängt ein Briefkasten mit der Aufschrift »Wer sät, der erntet«, mit der Bitte Pflanzensamen aus aller Welt zu spenden.

Diesem Aufruf wurde rege gefolgt. Wir finden immer wieder Umschläge im Briefkasten oder Töpfe mit Setzlingen vor der Eingangstür. Im Gewächshaus werden Samen und Setzlinge gehegt und gepflegt.

Das Gewächshaus wurde 2019 gebaut, um empfindliche Pflanzen zu überwintern und Samen und Setzlinge anzuzüchten.

Kleine Lichtobjekte leuchten am Abend zwischen den Pflanzen, damit der Platz auch in der Dunkelheit sichtbar bleibt.

Obst und Gemüse zum Probieren

»Zaungespräche mit Abstand«

Angesichts der Pandemie entstand die Idee Kontakt über den Zaun hinweg in Gesprächen mit interessiertem Publikum über die Entstehung des Gartens und den Geschichten der Anwohner aus diesem Kiez zu führen. So entstand das Facebook-Projekt »Zaungespräche mit Abstand«, welches bis heute auf reges Interesse stößt.